Als ich erfahren habe, dass heute der Tag der Erde ist, habe ich beschlossen einen Text über unsere Mutter Erde zu verfassen, doch nun sitze ich hier und starre ratlos auf das Papier. Was kann ich schreiben, was nicht schon von vielen anderen eingefallen ist? Ich könnte die Schönheit der Natur beschreiben und mich darüber beklagen, dass wir, anstatt unserer Mutter zu danken, ihre Gaben verschwenden und ihren großartigen Körper zerstören.

Dann frage ich mich jedoch, ob es nicht scheinheilig ist einen Text über ein Verbrechen zu schreiben, das ich mitverschuldet habe. Es ist nicht von Bedeutung, welche Worte wir benützen um unser Handeln zu entschuldigen, denn dafür interessiert sich unsere Mutter nicht. Für sie zählen nur Taten.

Deshalb werde ich ein Zeichen setzten und von heute an mein Leben verändern. Ich werde wieder mehr nachdenken, über meine Taten und deren Folgen für andere. Das bezieht sich sowohl auf Menschen, als auch Tiere und die Umwelt. Ich werde mich, so weit mir das im Moment möglich ist, von der Konsumgesellschaft trennen, in der Quantität über Qualität steht. Ich werde weniger Fleisch zu essen und auch meiner Lust auf Fast Food nicht nachgeben. Abgesehen davon werde ich mehr zu Fuß gehen oder mit dem Bus fahren. Vor allem jedoch möchte ich meine Kunst einem höheren Zweck widmen, denn Kunst um der Kunst Willen genügt mir nicht. Ich möchte von der Freude, die meine Leidenschaft mir bereitet, etwas zurückgeben. Was genau Ihr Euch darunter vorstellen könnt, werdet Ihr noch sehen.

Damit hoffe ich unserer Mutter ein bisschen helfen zu können…

©Lettercastle

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9 Gedanken zu “Tag der Erde

  1. Liebste Lettercastle, niemand kann alleine Mutter Erde retten, aber jeder kann ein kleines bisschen dazu beitragen, ob man bei Zähneputzen nicht das Wasser laufen lässt, sich das Fast Food gerne mal selber macht, das Auto in der Garage stehen lässt oder auf ein Zweites verzichtet, nicht jedes Jahr ein neues Handy kauft, nur weil es angeboten wird usw. Dies alles hilft ohne die Gesellschaft zu verlassen und nur durch eigene Taten werden wir andere überzeugen. Fang langsam an, dann fühlst du dich sogar wohl damit 🙂

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  2. Da hast Du vollkommen recht.
    Nur Worte zu „verlieren“, reicht nicht. Taten sind wichtig und wirksam.
    Worte können aber anregen, Denkanstöße sein für ein Umdenken und daraus resultierenden Taten.

    Kunst an sich, ohne „weiteren Zweck“, schätze ich sehr. Und ich möchte sie nicht missen. Aber auch Kunst für einen bestimmten Zweck, mit beabsichtigter Wirkung ist sehr wichtig. Da stimme ich Dir zu.

    Die kleinen Schritte machen es möglich, sich nach und nach im eigenen Verhalten zu ändern. Einfach ab und zu mal eher regional einkaufen, anstatt im Diskounter… Einfach mal öfter und ganz bewusst ohne Fleisch auskommen… Einfach mal Alternativen zum Fastfood finden…
    Das geht leichter, als mit einem Schlag alles ändern zu wollen. So ist zumindest meine Erfahrung.

    Vielen Dank für diesen nach-denk-würdigen Beitrag zum Tag der Erde!
    Ein schönes Wochenende und lieben Gruß, M.!

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  3. Ja, ich selbst bin auch ein Freund der Kunst, die einfach für sich steht, doch ich finde es auch ungeheuer wichtig, dass es Werke gibt, die mehr sind. Wenn ich daher behaupte, dass ich meine Literatur und meine Bilder einem „höheren Zweck“ widmen möchte, dann heißt das nicht zwangsläufig, dass ich von nun an nur noch über gesellschaftskritische Themen schreiben und malen werden. Nein, ich werde weiterhin in Worte fassen, was mich berührt und fasziniert. Wenn ich Lust habe ein Gedicht über eine Rose zu verfassen, werde ich das tun. Wenn mich jedoch ein Wahlkampf anregt, wird darüber ein Beitrag erscheinen.
    Kunst kann auch einem höheren Sinn gewidmet sein, wenn es nicht offensichtlich ist. Vor allem ist schlichtweg wichtig, dass die LeserInnen oder BetrachterInnen Werke mit geöffneten Augen begutachten, denn mehr als Zeichen setzten, kann die Kunst ohnehin nicht. Die Macht zu handeln hält jeder Mensch in der eigenen Hand.
    Ich muss daher gestehen, dass ich selbst noch nicht genau weiß, wie ich meine Kunst am Besten einem höheren Zweck widme ohne ihr die Möglichkeit zu nehmen für sich selbst zu stehen. Doch darüber werde ich Euch auf dem Laufenden halten…
    Liebe Grüße,
    Lettercastle

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  4. …wenn Kunst einem höheren Sinn gewidmet ist, und es ist nicht offensichtlich, dann ist es besonders „kunstvolle“ Kunst! Einen ersten Schritt hast du schon gemacht, auch wenn Du es selbst noch nicht genau weißt, wie es dann aussehen könnte. Das finde ich gut!

    Lieben Gruß, M.!

    Gefällt 2 Personen

    1. Es freut mich, dass Du denkst, dass ich am richtigen Weg bin. Ich selbst fühle mich eher, als hätte ich mich hoffnungslos verirrt. Doch vielleicht muss man erst einmal vom Pfad abweichen um die schönsten Plätze zu entdecken…
      Liebe Grüße,
      Lettercastle

      Gefällt 1 Person

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