09:00

Ich stehe auf.

Mache mir einen Kaffee.

Schalte den Computer ein.

09:15

Ich schaue auf mein Handy.

Sehe Fotos von meinen Freunden, wie sie letzte Nacht feierten.

Erinnere mich selbst an meine gestrige Faulheit.

09:30

Ich setzte mich vor den Computer.

Trinke meinen Kaffee und sehe auf Facebook, Instagram und Twitter…

„Pray for Paris“

Mein Herz setzt einen Schlag aus.

Automatisch gleiten meine Finger über die Tastatur

und ich erfahre was es mit „Pray for Paris“ auf sich hat.

Tränen schießen in meine Augen.

Die Tasse fällt zu Boden und zersplittert.

Jedes Bild hinterlässt Narben auf meiner Seele.

09:45

Ich habe mich wieder im Griff.

Langsam komme ich zu mir

und begreife…

Dass ich am Leben bin und dafür unendlich dankbar sein muss.

Dass all meine Probleme mickrig sind.

Dass keiner in Sicherheit ist.

10:00

Ich begreife,

dass wir machtlos sind

und sich unser Leben verhält wie eine Kerze im Wind.

©Lettercastle

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15 Gedanken zu “Pray for Paris and the whole world

  1. Ja, es ist unfassbar.
    Du beschreibst sehr sensibel, was auch ich, was ganz bestimmt viele erlebt haben und jetzt fühlen …
    Es wird mir bewusst, wie groß das Glück ist, immer noch am Leben zu sein. Wie schnell kann sich das ändern, hier und dort und da. Und wann?
    Wir wissen es nicht ….

    Ich danke Dir für diesen wichtigen Beitrag!
    Lieben Gruß, M!

    Gefällt 2 Personen

    1. @lettercastle und @mailpro,
      ich denke, dass radikale gläubige (wie z.b. islamistische terroristen) viel zu viel beten und viel zu oft ihre moscheen/kirchen besuchen (sicher viel öfter als ihr). wenn ich solche „gläubige“ attentäter betrachte, denke ich, dass beten das denken nur behindert.
      glauben und beten war, ist und bleibt die ursache für all die schrecklichen kriege!

      Gefällt mir

      1. Beten kann man schwerlich viel zu viel.
        Beten ist auch vollkommen unabhängig von der Häufigkeit des Moscheen- oder Kirchenbesuches.

        Radikalisiert werden die fehlgeleiteten Menschen durch Indoktrination,
        nicht durch das Beten.

        Beten ist in erster Linie ein Bitten.
        Hätten die Kriegsverursacher vorher gebetet,
        im Sinne einer Bitte um die rechte Eingebung beispielsweise,
        wären viele Kriege nicht ausgebrochen.

        Wenn versucht wird, im Namen einer Religion oder eines Glaubens einen Krieg oder kriegerische Handlungen zu rechtfertigen, ist das definitiv ein Missbrauch. Die weitaus überwiegende Zahl der Muslime äußert, dass die Taten in Paris niemals durch den muslimischen Glauben gerechtfertigt werden können.

        Gefällt 1 Person

      2. Das Problem ist nicht, dass diese Menschen zu viel beten! Im Gegenteil, sie beten zu wenig und kennen sich in ihrem Glauben zu wenig aus. Ansonsten würden sie nicht auf diese Weise handeln!

        Gefällt mir

      1. Natürlich, das geht alles Hand in Hand. Wir müssen auch darauf achten uns nicht in einer Kette aus Vorurteilen und Hass zu verlieren. Ansonsten stehen wir wieder am Anfang.
        Danke für Deinen Beitrag.
        Liebe Grüße,
        Lettercastle

        Gefällt mir

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