Liebe Julie,

ich bin keineswegs ein faule Person.

Beleidige meine Intelligenz nicht durch puren Hohn.

Trotzdem muss ich gestehen,

dass ich heute zur Beute meines inneren Schweinehundes werde.

Nur heute Abend möchte ich die Welt nicht verstehen,

während ich gemütlich im Wein ertrinke.

Ich werde mich in mein Bett legen und keinen Finger bewegen.

Mich heute zu keinem Bass bewegen

und meine Lunge soll einen Abend lang dem Tabak fern bleiben.

Denn ich bin heute Nacht eine faule Person.

Beleidige meine Intelligenz mit purem Hohn.

Keine Buch wird studiert.

Ich lebe im Schlaraffenland, vollkommen ungeniert.

Die mathematischen Gleichungen dürfen meinem Gedächtnis weichen.

Die Stunden sollen durch schlafen und essen verstreichen.

Mein Handy wird in der Ecke verstauben.

Ich werde Burgen auf dessen Ruine bauen.

Will mir den Kontakt zur Außenwelt komplett versperren.

Meine Intelligenz und meine Motivation wurden ins Koma versetzt

und anschließend in Wein ertränkt,

denn ich wurde zur Beute meines inneren Schweinehundes.

Heute steht alles auf dem Kopf und die Uhren laufen rückwärts.

Damit diese Nacht niemals endet und ich meine Intelligenz für immer beleidigen kann.

Liebe Grüße,

Lettercastle

PS: Diese Kollaborationsreihe entstand in Zusammenarbeit mit der wundervollen Julie und knüpft an die Arbeit der Vlogbrother (John & Hank Green, Youtube) an. Den nächsten Beitrag findet Ihr am Dienstag auf ihrem Blog, den Ihr unbedingt gesehen haben solltet. https://keinfilmleben.wordpress.com

©Lettercastle

Advertisements

6 Gedanken zu “Mein innerer Schweinehund

  1. Ist das im Grunde nicht
    vielleicht doch eine Wohltat? …

    Der innere Schweinehund
    vielleicht doch Dein innerer Therapeut? …

    Die Welt verstehen,
    Bücher studieren,
    Gleichungen vergleichen,
    intelligent und motiviert sein „müssen“…

    Sag mal Nein

    Lass Deine Seele baumeln
    gehe Luftschlösser und Burgen bauen
    oder bleibe einfach nur im Bett liegen
    mache keinen einzigen Finger krumm …

    Sag mal Ja

    Rückwärts laufende Uhren
    kopfstehende Welt
    heilsames Koma
    ungeniert schlaraffen …

    wunderbar

    Gefällt 2 Personen

    1. Als Therapeuten habe ich ihn noch nie betrachtet, doch eine Wohltat ist er mit Sicherheit. Aber auch das „Nein“ ist ein Wort, das erst in den Wortschatz integriert werden muss in einer Welt in der Druck, Konkurrenzkämpfe und ständige Erreichbarkeit vorherrschen. 🙂
      Vielen Dank für deinen Kommentar.
      Liebe Grüße,
      Lettercastle

      Gefällt mir

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s